Mittwoch, 22. Februar 2012
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doom01@freenet.de - 09.03.2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

viel Lob für Ihre Seite und die qualitativen Informationsmaterialien und Visualisierungen. Ich bin durch wikipedia (Suche nach Infos über neue A72) auf ihre Seite gelangt, und hatte bislang immer nur vom allgemeinen Projekt "Mittlerer Ring Leipzig" gehört. Von daher bin ich auch recht unbefangen an die ganze Sache rangegangen. Nachdem ich mir beide Konzepte durchgelesen hatte, habe ich mir die ganze Sache mal per google-maps vor Augen geführt. Spätestens da wurde mir klar, dass nur die Variante 2 (Bahnvariante) ein Mittlerer Ring sein kann (zentrumsnahe Trassenführung, unterbrechungsfreier Verkehrsfluss, Lärmschutz, etc.). Alles andere hat damit meiner Meinung nach Null-Komma-Nichts zu tun. Diesen optimalen Verlauf der Bahnschienen (und den noch ausreichend vorhandenen Platz) würde sich wohl jede Großstadt wünschen, wenn es um den Bau eines innerstädtischen Rings gehen würde. Was für ein Glücksfall für Leipzig! Die von Ihnen aufgezählten, zukünftig profitierenden Stadtteile kann man locker noch um Südvorstadt und Connewitz ergänzen! Schließlich würde die aktuelle B2 nicht mehr über die Richard-Lehmann-Straße verlaufen, sondern würde in der Nähe der Raschwitzer Straße auf die Bahnvariante nordwestlich abknicken. Ein weiterer Vorteil wäre die Errichtung von P R-Parkplätzen in der Nähe von Auf- und Abfahrten sowie den (neuen) S-Bahn-Haltestellen entlang der neuen City-Tunnel-S/(U)-Bahn-Strecke zur Verkehrsentlastung. Der Münchener Norden fällt mir hier gerade als vergleichbares positives Beispiel ein. Man braucht nur bei Anderen abgucken ohne natürlich die örtlichen Gegegenheiten außer acht zu lassen.

Eine Gegenüberstellung der Kosten (der unterschiedlichen "Varianten") kann es meiner Meinung nach nicht geben, da wie angesprochen nur "Variante 2" ein Mittlerer Ring ist. Nur diese bietet langfristige Vorteile und kann sogar wachsendem Verkehrsaufkommen Einhalt gebieten.

Wenn man schon Kosten vergleicht, dann zeitraumbezogen und nicht projektbezogen. Variante 2 ist für die Ewigkeit gebaut (natürlich mit den üblichen Wartungsarbeiten), also >100 Jahre. Alle anderen Varianten haben meiner Einschätzung nach eine Lebenszeit von ca. 20 Jahren wenn überhaupt. Bis dann früher oder später doch die Variante 2 (aufgrund der von Ihnen aufgezeigten negativen Folgen von Variante 1 und 3a b) gebaut werden MUSS.

Alles natürlich unter der Berücksichtigung, dass man Leipzig voranbringen möchte und attraktiv für Unternehmen und potenzielle neue Anwohner machen möchte (aber das haben Sie ja schon in detaillierter Breite erörtert). Gerade im Hinblick auf die zukünftig von allen Leipzigern (Mitte, Ost, Nordost, Nord) stärker frequentierten Seen im Leipziger Süden (Neuseenland) ist der "Bahn-Ring" ein notweniges Infrastrukturprojekt.

Fazit: Wo bitteschön, lagen die Vorteile eines Verkehrsprojektes schon einmal so auf der Hand, wie hier? Selbst das letzte Teilstück der A72 würde ich da hinten anstellen. Ganz oder gar nicht! Entweder man baut die Variante 2, oder man lässt es ganz sein. Alles andere wäre Geldverschwendung. Daher wahrscheinlich auch die Rückstellung des Projektes bis 2015 ("bis wieder Geld da ist").


Julia.Kopte@arcor.de - 06.08.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich mich seit längerem mit den verschiedenen Varianten der Trassenführung beschäftigt habe, würde ich die Bahnvariante auch für die sinnvollere Lösung halten. Jedoch konnte mir, als Anwohner der Zweinaundorfer Straße , bisher niemand die möglichen Auswirkungen für meine Straße erklären. Ich befürchte eine Zunahme des Verkehrs, egal welche Variante gebaut wird, vor meiner Haustür. Da die Zweinaundorfer Straße zu DDR Zeiten direkt an meinem Haus entlang geführt wurde, ist eine weitere Zunahme des bereits vorhandenen Verkehrs,lärm- und abgastechnisch,nicht mehr hinnehmbar. Gibt es bereits Prognosen für die Zweinaundorfer Straße für die verschiedenen Varianten des mittleren Ringes? Wenn ja, würde ich mich über eine Info freuen.

Mit freundlichen Grüßen

J. Kopte-Reinhardt

 


wolfgangmehnert@web.de - 05.08.2007

Immer wieder suche ich nach neuen Nachrichten, die den Stand der Realisierung des mittleren Ringes betreffen. Im "Mölkauer Gemeindeblatt" habe ich endlich wieder mal eine Information erhalten. Ich freue mich, dass die Bürgerintiative an dem Problem dran bleibt. Auch ich bin der Meinung das kurzfristige Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die durch Mölkau und Stötteritz fließende Verkehrslawine einzudämmen. Ich finde dabei den Vorschlag zur Herausnahme des LKW-Verkehres als besonders interessant und auch als realisierbar. Wenn diese vorläufige Lösung realisiert würde, könnten wir schon wesentlich ruhiger wohnen. Grundsätzlich befürworte ich natürlich die Variante 2 der Trassenführung, dabei sehe ich in erster Linie die Wohnqualität in den Bereichen von Mölkau und Stötteritz, die bei Bevorzugung der Variante 1 deutlich verlieren würde.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Mehnert